Favoritenrollen für Eggert/Benecken mehr Würde als Bürde

Eggert-Benecken

Innsbruck (RWH) Sie standen bei sieben von neun Saisonrennen ganz oben, und sie entschieden in den vergangenen drei Jahren jeweils den Saisonauftakt im Olympia-Eiskanal von Innsbruck. Toni Eggert und Sascha Benecken (Foto, links) sind im vorolympischen Winter das Maß aller Dinge im Doppelsitzer, und nach drei Mal WM-Silber in den  Jahren 2012, 2013 und 2016 soll bei den 47. Weltmeisterschaften des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL) in Innsbruck diesmal der Titel herausspringen.

Dabei betrachtet das Duo aus Thüringen die Favoritenrollen eher als Würde denn als Bürde. „Wir nehmen diese Rolle sehr gerne an“, sagt Sascha Benecken mit Verweis auf den bisherigen Saisonverlauf und die drei Erfolge in Folge (2013/2014, 2014/2015 und 2015/2016) in Innsbruck. „Die Bahn dort wird ja schon als unser Wohnzimmer bezeichnet. Da wird es Zeit, dass wir es uns dort gemütlich einrichten, also eine Topfpflanze in Form des WM-Titel hineinstellen“.

So gut es auf dem Schlitten harmoniert, so unterschiedlich ist das Duo außerhalb der Bahn. Toni Eggert trägt sein Herz auf der Zunge, sagt schon mal unbedacht, was er denkt, Sascha Benecken ist mehr der Diplomat, der abwägt und dann seine Meinung äußert. Eggert machte jüngst seinen Kunstfliegerschein und verbringt viel Freizeit über den Wolken. Oder aber mit Julia Taubitz, ihres Zeichens Junioren-Weltmeisterin im Rennrodeln.

Sascha Benecken schreibt Gedichte und spielt Gitarre, sang einst 2008 sogar das offizielle WM-Lied („Adrenalin“) zur 38. FIL-WM in Oberhof. Anfangs war der heutige Bundespolizist solo unterwegs: Bei der Junioren-WM 2010 in Innsbruck gewann Benecken Bronze in Einsitzer hinter dem damaligen Titelträger Julian von Schleinitz (GER) und – man höre und staune – Semen Pavlichenko (RUS), dem Weltmeister von 2015 und zweimaligen Europameister.

Die größten Konkurrenten von Eggert/Benecken heißen Tobias Wendl/Tobias Arlt (GER) und hatten in den vergangenen Jahren beim Saisonhöhepunkt stets die Nase vorn. Egal ob bei Olympia 2014 in Sochi oder allen Weltmeisterschaften seit 2015. Diesmal liegen Wendl/Arlt mit nur zwei Siegen im vorolympischen Winter in der Gesamtwertung des Viessmann-Weltcups schon aussichtslos mit 185 Punkten Rückstand auf Rang zwei.

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