WM-Vorschau Doppelsitzer: Deutsche Doppelsitzer Dominanz in Sochi gefährdet

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Sochi (RWH) Seit dem Jahr 2013 gewannen entweder Tobias Wendl/Tobias Arlt oder Toni Eggert/Sascha Benecken den WM-Titel im Doppelsitzer. Erst gewannen die beiden Bayern drei Mal in Folge Gold, 2017 und 2019 waren die beiden Thüringer erfolgreich. Doch in diesem Winter ist alles anders. Im Vorfeld der 49. Weltmeisterschaften des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL) trugen sich ein halbes Dutzend Duos in die Siegerliste des Viessmann-Weltcups ein. „Man muss auch gönnen können“, kommentierte Sascha Benecken die größere Konkurrenz.

Neben den beiden deutschen Duos gewannen im Winter 2019/2020 noch die beiden lettischen Duos mit Andris Sics/Juris Sics und Kristens Putins/Imants Marcinkevics, die Russen Aleksandr Denisev/Vladislav Antonov (Foto,  links oben) sowie die Österreicher Thomas Steu/Lorenz Koller. Die WM-Dritten von 2019 müssen allerdings in Sochi passen, weil sich Thomas Steu im Training in Sigulda (LAT) einen Schien- und Wadenbeinbruch zuzog, der operiert werden musste.

Im Vorjahr sausten die russischen Doppelsitzer auf heimischen Eis in die WM-Favoritenrolle. Bei den „Schlittenfestspielen am Schwarzen Meer“ gewannen Denisev/Antonov sowohl in der olympischen Disziplin als auch im Sprint. Die „U23“-Weltmeister Vsevolod Kashkin/Konstantin Korshunov kamen im Viessmann-Weltcup auf Rang drei vor ihren Landsleuten Vladislav Yuzhakov/Iuri Prokhorov. „Auf ihrer Heimbahn sind die Russen sehr stark“, heißt es im deutschen Lager.

Allerdings präsentierten sich die zweimaligen Olympiasieger Wendl/Arlt in diesem Winter so konstant stark wie lange nicht mehr. Man habe auf Materialexperimente verzichtet, lautet die einfache Erklärung. „Unsere Form stimmt, wir freuen uns auf die WM“, sagt Tobias Wendl nach dem zweiten Saisonsieg und dem siebten Podestplatz in Oberhof.

An das Sliding Center Sanki hat der „Bayern-Express“ ohnehin gute Erinnerungen, bei Olympia 2014 gewann das Duo Gold im Doppelsitzer und in der Staffel. Im Jahr danach sprang auch noch EM-Gold in Sochi heraus. In Sochi noch ohne Medaille sind die Titelverteidiger Toni Eggert/Sascha Benecken. Obendrein erlitt ihr Schlitten in Lillehammer einige Blessuren.

In Österreich sind sie froh, dass sie vor Saisonbeginn das Duo mit Yannick Müller und Armin Frauscher neu zusammengestellt haben und somit in der Team-Staffel trotz der Steu-Verletzung ein Duo haben.

 

 

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