YOG 2012 gab Startschuss für zahlreiche Rennrodel-Karrieren

Tucker West gewinnt als erster YOG-Teilnehmer Viessmann-Weltcup

Tucker West

Berchtesgaden (RWH) Die erste YOG-Generation fährt nun im Viessmann-Weltcup ins Rampenlicht. Bei den ersten Olympischen Jugendspielen (YOG) 2012 in Innsbruck fiel für viele Rennrodel-Talente der Startschuss einer internationalen Karriere. Zwei Jahre nach der YOG-Premiere in Tirol nahmen insgesamt schon elf Nachwuchs-Rennrodler aus dem YOG-Starterfeld an den Olympischen Winterspielen teil. Jetzt – weitere zwei Jahre später – erobern die einstigen YOG-Teilnehmer sogar schon die Siegerpodeste im Viessmann-Weltcup.

Summer Britcher, die Gold mit dem US-Quartett in der Team-Staffel von Innsbruck gewann, stand in Park City gleich zwei Mal ganz oben auf dem Siegerpodest: beim Viessmann-Weltcup und 24 Stunden später beim BMW Sprint-Weltcup. 2015 hatte die jetzt 21-Jährige Silber bei der „U23“-Weltmeisterschaft gewonnen. Den WM-Titel 2015 in dieser Klasse sicherte sich die Russin Ekatarina Katnikova, die bei den Jugendspielen 2012 den siebten Platz belegt hatte.

YOG-Siegerin Miriam Kastlunger (AUT, Foto rechts in der Mitte bei der Siegerehrung 2012) zählt trotz ihrer Jugend schon zu einer festen Größe in ihrem Team. Ebenso wie die Italienerin Andrea Vötter oder Olena Stetskiv aus der Ukraine. Und Victoria Demchenko, die 2012 in Innsbruck patzte und Letzte wurde, schickt sich an, in die großen Fußstapfen ihres Vaters und dreimaligen olympischen Silbermedaillengewinners Albert zu treten. 2015 gab es für Victoria, bei Olympia als Vorfahrerin dabei, immerhin schon Silber bei der Junioren-WM.

Tucker West, der 2012 zum siegreichen US-Quartett in der Team-Staffel zählte, sorgte für die dicksten Schlagzeilen aller YOG-Teilnehmer der ersten Generation. Im Winter 2014/2015 feierte der Blondschopf auf seiner Heimbahn in Lake Placid als erster YOG-Starter einen Sieg im Viessmann-Weltcup. In diesem Winter steht für Tucker West auch schon wieder ein zweiter Weltcup-Platz in Lake Placid zu Buche. Der Österreicher Armin Frauscher gewann mit der rot-weiß-roten Staffel Bronze in Innsbruck und stand beim Saisonauftakt 2015/2016 als Zweiter erstmals auf dem Siegerpodest. YOG-Silbermedaillengewinner Kristens Rozitis aus Lettland sicherte sich 2015 WM-Silber bei der „U23“-Weltmeisterschaft. Selbst in der wohl anspruchsvollsten Disziplin, im Doppelsitzer, gehen die Goldmedaillen-Gewinner von 2012 unbeirrt ihren Weg: Florian Gruber und Simon Kainzwalder gewannen 2015 Silber bei der „U23“-WM.

Dagegen beendete Saskia Langer aus Deutschland wegen mangelnder Perspektive ihre Laufbahn, ist aber in Lillehammer als Botschafterin der deutschen Auswahl wieder mit dabei. Goldmedaillengewinner Christian Paffe schaffte bislang noch nicht den Sprung ins Weltcup-Team, der deutsche Cheftrainer Norbert Loch hält aber viel von dem heute 21-jährigen Sauerländer. Vom Doppel Tim Brendel/Florian Funk, die gleich zwei Mal Silber (Doppelsitzer und Team-Staffel) gewannen, ist derzeit nur noch Steuermann Brendel aktiv. Er versucht mit dem neuen Partner Markus Schmid sein Glück und erhält Einsätze im Nationencup. 

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