Wolfgang Staudingers Kanadier lassen Können aufblitzen

Altenberg (pps) Mit dem Sieg im ersten von fünf Rennen in der Tiscover Team-Staffel haben die kanadischen Rennrodler ihr Können aufblitzen lassen und Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden bei den Olympischen Heimspielen in Vancouver (12. bis 28. Februar 2010) Nahrung gegeben. Es war der erste Erfolg in der Tiscover Team-Staffel für Kanada, das in der Besetzung Sam Edney, Alex Gough und Chris Moffat/Mike Moffat antrat. Vor drei Jahren hatte Kanada im damals üblichen Team-Wettbewerb die Plätze zwei und drei erreicht.

„Die Tendenz ist eindeutig“, erklärt Kanadas deutscher Trainer Wolfgang Staudinger, der einen Vertrag bis 2014 besitzt. Staudinger weiter: „Wenn meine Leute gut und sauber fahren, sind sie in der Lage, große Dinge zu erreichen.“ Bei der zweiten Veranstaltung der Tiscover Team-Staffel am kommenden Sonntag (6. Dezember / Start: 13.00 Uhr) möchten die Kanadier beweisen, dass der Sieg auf der Olympiabahn von 1976 keine Eintagsfliege war. Kanadas Verband (CLA) profitiert vom Sportförderprogramm der Regierung („Own the Podium“) ebenso wie vom ersten eigenen Sponsor („Fast Track“), der einen Fünf-Jahres-Vertrag bis 2014 unterzeichnete.

In Innsbruck-Igls zeigte vor allem Sam Edney, wie gut er dank der Arbeit von Staudinger und seinen beiden deutschen Assistenten Robert Fegg (Junioren-Weltmeister 1997, WM-Vierter 1999 und WM-Fünfter 2002) und Steffen Skel (Weltcup-Gesamtsieger 2000/2001 und Vize-Weltmeister 2000 und 2001 – jeweils im Doppelsitzer mit Steffen Wöller) geworden ist. Eine Woche nach Rang fünf in Calgary - seinem besten Weltcup-Resultat aller Zeiten - glänzte der 25-Jährige mit der besten Herren-Zeit in der Staffel und Laufbestzeit im zweiten Durchgang beim Weltcup.

„Sam wäre auch im ersten Lauf ganz vorne dabei gewesen, aber da hatten wir den Schlitten noch zu sehr auf Risiko getrimmt“, erklärte Staudinger, 1988 Olympia-Dritter im Doppelsitzer mit Thomas Schwab, heute Generalsekretär und Sportdirektor des deutschen Verbandes. Sam Edney fügte hinzu: „Aber ich weiß jetzt, dass ich mit zwei sauberen Fahrten mit den Besten der Welt mithalten kann.“

Kanadas Aufwärtstrend bei der Talfahrt im Eiskanal dokumentierte auch die Weltcup-Vierte von Innsbruck-Igls bei den Damen Alex Gough. „Die Entwicklung von Alex überrascht uns alle. Aber sie hat im Sommertraining einen unglaublichen Ehrgeiz gezeigt, hart und konsequent trainiert“, berichtet Staudinger. Schon im Vorjahr hatte die 22-Jährige als Vierte bei der WM in Lake Placid (USA) für Aufsehen gesorgt.

„Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir bei der Medaillenjagd mitmischen können“, lautete nach Innsbruck-Igls das Fazit von Kanadas Cheftrainer. Staudinger weiter: „Wir müssen nur weiter hart arbeiten und an uns glauben.“ Kanada gewann bislang bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften nur durch den eingewanderten Tschechoslowaken Miroslav Zajonc Gold bei der WM 1983 in Lake Placid.
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